Bürgerinitiative für soziales Wohnen übergibt zweite große Petition gegen die Umlage der Rauchmelderkosten 

Stellvertretend für den Beirat von Jenawohnen nahm Isabell Welle die fast 800 Unterschriften der Mieterinnen und Mieter von Jenawohnen entgegen. Die Petition richtet sich dagegen, dass die Kosten der Anmietung und Wartung von Rauchmeldern seit 2019 von den Mietern getragen werden. „In einem Schreiben von 2012 hat jenawohnen allen Mieterinnen und Mietern zugesagt, dass auch die zukünftigen Kosten der Rauchmelder von jenawohnen getragen werden.“, so Lorenz Grischek von der Bürgerinitiative. An dieses Versprechen wolle man das Unternehmen nun erinnern.

Mit dem Anliegen der Kostenrücknahme sei man bei weitem nicht allein, meint Elena Plaga von der Bürgerinitiative für soziales Wohnen. „Es haben sich wirklich viele Mieter aus allen jenawohnen-Stadtteilen gemeldet, um die Petition zu unterstützen. Sie ärgern sich oft schon seit Jahren über die ständig steigenden Nebenkosten.“ Viele würden zudem von defekten oder nicht installierten Geräten berichten, für die sie trotzdem bezahlen müssten. 

Auch die Höhe der Kosten sorge unter Mietern für Unmut. Etwa 50 ct pro Quadratmeter müssten die Mieter von jenawohnen pro Jahr für die Rauchmelder bezahlen. „Ich zahle 25 Euro für meine kleine 50 Quadratmeterwohnung, wie will jenawohnen diese Kosten für gerade mal drei Rauchmelder erklären?“, empört sich Daniel Sondermann ein Unterstützer der Petition. 

„Wir appelieren nach wie vor an jenawohnen, sich an das Versprechen von 2012 zu halten und die Kosten der Rauchmelder zurückzunehmen“, erklärt Frank Fiedler, ebenfalls ein engagierter Mieter bei jenawohnen. Man hoffe zudem auf die Unterstützung aus dem Stadtrat und dem jenawohnen-Beirat, welcher Mitte September tagen werde. 

Die Bürgerinitiative für soziales Wohnen, eine Gruppe von Mieter:innen aus Lobeda und Winzerla, welche die Petitionen gestartet haben, wird sich auch weiterhin gegen die steigenden Nebenkosten einsetzen.